Zeigt her eure Forensik: Angehörigen den Arbeitsplatz vorstellen
Viele haben weite Anfahrtswege in Kauf genommen, um zu sehen, wo ihre Angehörigen arbeiten.
Oktober 2026 | Unter anderem aus Frankfurt, Bremen, Duisburg und Lingen sind Familienangehörige von Mitarbeitenden des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie Lippstadt angereist, um einen Blick hinter den Sicherheitszaun zu werfen. Bereits zum sechsten Mal hatten die Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Berufsgruppen die Gelegenheit, bis zu zwei Angehörige einzuladen und ihnen ihren Arbeitsplatz vorzustellen. Dis zu einer Gesamtzahl von 120 wurde die Teilnahme ermöglicht.
Schon der Weg durch die Besucherschleuse ist für viele Angehörige eine spannende Erfahrung und sie lassen sich die Schlüsselfächer und die tägliche Routine des Handvenen-Scans zur Identifizierung der Beschäftigten erklären. Beim Gang übers Gelände und beim Besuch des jeweiligen Arbeitsplatzes können die Angehörigen sich dann aus erster Hand informieren und sich vor Ort ein eigenes Bild vom Arbeitsumfeld von Mutter oder Bruder machen.
48 Kolleg:innen nutzten die Chance, Angehörige mit an ihren nicht ganz alltäglichen Arbeitsplatz zu nehmen. Darunter fast die Hälfte neue Mitarbeitende aus dem ärztlich-therapeutischen Dienst und dem Sozialdienst, aber auch erfahrene Beschäftigte aus der Pflege und anderen Berufsgruppen. Bevor die Kolleginnen und Kollegen ihre Angehörigen in kleinen Gruppen auf das Gelände führen, haben Pflegedirektor Stephan Deimel und der Ärztliche Direktor Bernd Wallenstein die Gäste im Sozialzentrum begrüßt.
Bei Kaffee und Kuchen geben sie einen kurzen Einblick in die Arbeit des Maßregelvollzuges und beantworten erste Fragen. Aufgrund der positiven Resonanz wird es sicherlich eine weitere Auflage des Angehörigentages für die Mitarbeitenden geben.